Rückblick zur Einweihung der Kreuzwegstationen

Am Sonntag, 23.04.2017 wurden die erneuerten Kreuzwegstationen durch Pfarrer Claus Blessing eingeweiht. In einer gemeinsamen Prozession vom Dorfplatz aus hinauf zum Kalvarienberg hat Pfarrer Blessing die Kreuzwegstationen gesegnet. Die Sonntagsmesse fand in der Kalvarienbergkapelle statt. Eine kleine Abordnung der Musikkapelle Niederwangen hat die Messe begleitet. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher feierten hernach die Einweihung der Stationen noch beim gemeinsamen Hock.

Die Kalvarienbergkapelle steht an historischem und geschichtsträchtigen Ort. Die Kapelle wurde in 1709 gebaut. Die heutigen Kreuzwegstationen wurden im Jahr 1919 erstellt. Dazu schreibt Pfarrer Monsignore Guido Haßl im Urbarium der Kirchengemeinde.

„Der April (1919) bringt ein schönes, hoffentlich immerdauerndes Werk hiesiger Glaubenskraft und Opferfreudigkeit: Die herrlichen 14 Kreuzwegstationen auf den Kalvarienberg. Die Stationskapellen selbst mit ihren Bildern sind zur Erinnerung an einen gefallenen Krieger, Alois Feßler von hier, von dessen Mutter und Geschwistern gestiftet, die sonstigen Baukosten durch weitere Stiftungen hiesiger Wohltäter gedeckt. Gott lohn`s diesen und lohne reichlich den beiden Hofbesitzern am Kapellenberg, Klotz und Kempter, die unentgeltliche Überlassung von Grund und Boden, lohne für und für den vielen Mitarbeitern zum großer Werk, die durch Fuhren, Bauarbeit usw. in bereitwilliger, unentgeltlicher Weise Fronarbeit für unseren Herrgott, also Fronleichnamsarbeit, geleistet haben. Es ist besonders rührend und rühmenswert.“

Es war damals am Ende des 1. Weltkrieges eine Energieleistung. Unter dem Eindruck der letzten Kriegsmonate mit vielen Todesmeldungen von Söhnen von den Kriegsschauplätzen, der grassierenden spanischen Grippe auch in Niederwangen, von Hofbränden und der allgemeinen Not in der Gemeinde wurde gestiftet und erstellt.

Dieses geschaffene Kulturgut bedarf einer ständigen Pflege und Unterhaltung. Mit dem Erhalt und Sanierung der Kalvarienbergkapelle und der Kreuzwegstationen waren die Familie Klotz als Eigentümer, die Kirchengemeinde und die Ortschaft Niederwangen in Vergangenheit immer wieder konfrontiert. Im Jahre 1986 wurde die grundlegende Außenrenovation der Kalvarienbergkapelle durchgeführt. Eine umfangreiche Renovation des Innenraums der Kapelle fand 1997 statt. Im Jahre 2000 wurden die Kreuzwegstationen saniert. In 2015 folgte ein neuer Anstrich der Außenfassade der Kapelle. Eine grundlegende Erneuerung aller Kreuzwegstationen wurde nun in 2016 durch den vom Landesdenkmalamt empfohlenen Restaurator Tilo Findeisen aus Weiler durchgeführt. Die Gesamtkosten für die Erneuerungsmaßnahme betrugen rund 80.000 Euro. Ein solcher Kostenaufwand ist für einen privaten Eigentümer so nicht leistbar. Die Erneuerungsmaßnahme konnte deshalb nur mit Zuschüssen, Zuwendungen und privaten Spenden bewältigt werden. Zuschüsse und Zuwendungen gab es von der Denkmalpflege des Landes Baden-Württemberg, aus dem Kreisdenkmalprogramm des Landkreises Ravensburg, der Stadt Wangen und der Kirchengemeinde Niederwangen, vom Verein zur Erhaltung sakraler Kulturgüter der Kreissparkasse Ravensburg und von der Stiftung von der Diözese Rottenburg Wegzeichen – Lebenszeichen – Glaubenszeichen. Trotz dieser zugesagten Zuschüsse und Zuwendungen gab es noch eine erhebliche Finanzierungslücke. Mit privaten Spenden von insgesamt über 20.000 Euro war die Sanierung der Stationen sodann aber gesichert.

Im Zuge der Erneuerung der Stationen hat die Familie Beck die Nazarener Figur am Aufgang zur Kapelle auch restaurieren lassen. Herzlichen Dank der Familie Beck.

Die neue Pflanzung von Eiben ist nunmehr zwischen den Stationen erfolgt. Die Sockel der Stationen wurden trockengelegt und eine Steinschüttung eingebracht. Viele Helfer haben nach dem Helferaufruf im Mitteilungsblatt spontan mitgeholfen. Der städtische Bauhof war ebenfalls im Einsatz. Auch die Eigentümerfamilie Klotz leistet laufend in und um und für die Kapelle und die Stationen einen großen persönlichen Beitrag an Arbeit und Fürsorge zur Pflege der Gesamtanlage.

Wir danken allen Behörden und Beteiligten, den Spendern und vielen freiwilligen Helfern für ihren Einsatz und die Unterstützung. Nur so war ein Erhalt der Kreuzwegstationen möglich.

Berthold Riether

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