Einweihungsfeier im Kindergarten St. Franziskus - Kinder und Erzieherinnen fühlen sich in den neuen Räumen wohl  

Der Kindergarten St. Franziskus in Niederwangen ist jetzt nach dreijährigen Bau- und Sanierungsarbeiten offiziell übergeben worden.

Der Segensfeier durch Pfarrer Dr. Claus Blessing ging ein Rückblick auf die Planungs- und Bauzeit des Kindergartens voran. Ortsvorsteher Berthold Riether erinnerte an die Zeit vor dem Bau. Das Gebäude aus dem Jahr 1973 war seinerzeit als Zweckbau entstanden und nahm keine Rücksicht auf die Ressourcen. „Die Raumtemperatur stieg zuletzt an kalten Wintertagen nicht höher als 16 Grad und der Wind pfiff durch die Ritzen“, sagte Riether. Nach und nach sei die Entscheidung gereift, das Gebäude nicht nur einfach zu renovieren und Räumlichkeiten für eine Krippe hinzuzufügen, sondern den Kindergartenstandort Niederwangen insgesamt zu sichern und das Haus einer Generalsanierung zu unterziehen. „Hier sind Schule, Kindergarten und Parkplätze nebeneinander für Eltern vorhanden – wo gibt es das?  - Nur in Niederwangen“, sagte Riether.

Nachdem die Krippenräume in der ehemaligen Schwesternwohnung geschaffen waren, wurden sie über eine Treppe mit Lichtkuppel an den Kindergarten „angebunden“. „Architekt Frank Drögehoff hat helle Räume geschaffen“, sagte Riether. Er dankte nicht nur allen, die mit dem Bau zu tun hatten, sondern vor allem auch dem Kindergartenteam, das in Zeiten der Bauarbeiten „eine nicht immer leichte Arbeit zu leisten hatten. Sie haben dabei stets das Beste für unsere Kinder getan.“  Während im Kindergarten die Bauarbeiter aus- und eingingen, wurden die Kinder im Gemeindehaus unter beengten Verhältnissen betreut. Dennoch, so der allgemeine Tenor bei der Feier, habe es den Kindern nie an etwas gefehlt. Kindergartenleiterin Maria Gleich überreichte er ein „Kraftpaket“, damit die in den Umbau gesteckte Energie wieder aufgetankt werden kann.

Oberbürgermeister Michael Lang dankte der katholischen Kirchengemeinde als Träger, dass sie im Gebäude, das der Stadt Wangen gehört, einen Kindergarten samt Krippe betreibt.  Und er dankte der „gesamten Dorfgemeinschaft für das positive Gestalten dieser schwierigen Zeit des Bauens.“ Die Stadt habe sich für die Stärkung des Kindergartens Niederwangen entschieden, unter anderem weil er auch für Kinder aus der Stadt eine interessante Alternative sei. Deshalb investierte die Stadt an dieser Stelle 1,2 Millionen in den Bau, wovon etwa 370 000 Euro durch Zuschüsse gedeckt wurden. Gerade aus Richtung Berger Höhe könnten die Kinder über Wege durch die Natur zum Kindergarten gelangen. „Da kommt man noch an Kühen und Ziegen vorbei und weit ist der Weg nicht“, sagte Lang. „Die dörfliche Gemeinschaft bietet einen beschützten Rahmen für alle Kinder.“ Der Traktor mit Schaufel, den er mitbrachte, wurde sofort in Beschlag genommen und Eisgutscheine für die Kinder bereiteten Freude.

Die U-Drei-Gruppe sei unter anderem in Niederwangen angegliedert worden, um ihn attraktiv zu halten. Die Schule in der Nachbarschaft hat derzeit offenkundig keine Probleme, was den Zulauf angeht. So wies Lang darauf hin, dass es an der Werkrealschule Niederwangen derzeit so viele Anfragen gebe, dass noch nicht klar sei, ob auch alle Kinder aufgenommen werden können. „Schauen wir deshalb gemeinsam, dass wir genügend Kinder für den Kindergarten haben, dann haben wir auch künftig immer genügend Kinder für die Schule“, sagte er zum Schmunzeln seiner Zuhörer. 

Architekt Stefan Lontzek, der bei der Stadt Wangen Fachmann für Kindergärten und Schulen ist, nannte den Kindergarten, so wie er jetzt da steht, ein „zeitgemäßes Nest für die Kinder“. Der Bau erhielt unter anderem neue, dreifachverglaste Fenster und eine Fußbodenheizung, damit es auch im Winter beim Spielen nicht kalt ist. Der freie Architekt Frank Drögehoff sagte dem Gebäude nach dem modernen Umbau einen Bestand auf weitere 20 bis 30 Jahre hin voraus. Dem Kindergarten übergab er einen Gutschein für eine „Hängehöhle“.  

Bevor Pfarrer Blessing segnend durch die Räume ging, dankte er der Stadt Wangen „für die Investition in die Zukunft“. Ein Kindergarten sei ein „hochtheologisches Gelände“, sagte Blessing, denn der Garten sei mit dem Paradies in der Bibel zu finden, noch bevor es überhaupt Kinder gab. Orientiert an St. Franziskus, dem Schutzheiligen des Niederwangener Kindergartens, könnten die Kinder an dieser Stätte lernen, „was wahr und gut, aber auch warum es gut ist.“

Viele gute Wünsche kamen darüber hinaus von all jenen, die den Kindergarten als Paten und bei der kirchlichen Verwaltung begleiten. Die Leiterin des Kindergartens Maria Gleich verwies auf die Möglichkeiten, die der Kindergarten jetzt in seinen verschiedenen Bereichen für die Erziehung und Bildung der Kinder bietet: Unter anderem gibt es Bereiche für Konstruktion, Bewegung, Kreativität, Forschung oder die Lernwerkstatt. So könne sich früh, Neues entwickeln. Dazu gebe der Kindergarten mit seinen drei Gruppen sicheren Halt, eine gute Stütze und viel Freiraum. Aus dem alten Bau hinübergerettet wurde der Baum, der jetzt zwischen Kindergarten und Treppe zur Krippe steht. „Der Baum ist uns sehr wichtig“, sagte Gleich. Mit Blick auf die gesamten Räume sagte sie: „Wir fühlen uns sehr wohl.“ Sie dankte der Kirchengemeinde St. Andreas, aber auch Ortsvorsteher Berthold Riether, den Eltern, dem Elternbeirat und ihrem Team für die Unterstützung in den vergangenen drei Jahren. „Ich bin stolz, zu diesem Team zu gehören“, sagte sie und wurde dafür postwendend von ihrem Team mit dem Zuruf „Wir sind stolz auf dich“ gelobt.

Mit Musik und Tanz umrahmten die Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen die Feier. Am Nachmittag wurde gemütlich mit Eltern und Kindern weiter gefeiert. (sum)

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